Sektionsturner haben Pause, Leichtathleten chrampfen weiter

Während die Saison der Sektionsturner (fast) abgeschlossen ist, waren die Leichtathleten des TVBS am Wochenende bereits wieder im Einsatz. 

In Ibach stieg am Samstag der vom TSV Steinen organisierte Kantonalfinal des UBS Kids Cup. Dabei waren auch acht junge Athletinnen und Athleten des TV Buttikon-Schübelbach. Am besten Schnitt dabei Jens Bruhin ab. In der Kategorie M13 der Knaben mit Jahrgang 2004 gehörte Jens zwar zu den Kleinsten. Den Sprung auf das Podest schaffte er als Dritter aber gleichwohl. Im Sprint sowie im Weitsprung holte er am zweitmeisten Punkte der Kategorie, allerdings konnte er im Ballwurf wie erwartet nicht ganz mit den besten mithalten. Die Podestränge verpassten zwei weitere junge TVBS-ler äusserst knapp. Angelo Mazzoleni (M14) fehlten nur 30 Punkte zu Rang drei, Livia Bollhalder (W09) gar nur 17 Zähler. Dennoch sind die vierten Ränge mehr als beachtenswert, genauso wie der fünfte Rang von Sina Lehmann (W12). Im Mittelfeld klassierten sich Lara Vigini (W10), Corinne Züger (W15) und die beiden jüngsten im Bunde, Noah Arnold (M07), Karin Diethelm (W08).

Ebenfalls am Wochenende startete Jan Deuber nach seiner Verletzungspause erstmals wieder im Weitsprung. Am Samstag in Nottwil gelang im mit 7,18 Metern ein sehr gutes Comeback. Am Sonntag in Schaffhausen setzte er noch einen drauf. Neben einem Nuller sprang er fünfmal über sieben Meter und landete bei seinem letzten Versuch erst nach 7,36 Meter. Dario Mazzoleni knackte derweil im Stabhochsprung die 3-Meter-Marke, sprang im Weitsprung 5,70 Meter weit und lief zum Abschluss des Tages nach mehr als beachtlichen 53,01 Sekunden über die ganze Bahnrunde ins Ziel. Kim Deuber schliesslich gelangen im Weitsprung 4,77 Meter.

Die Ranglisten sind online.

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Bilder…

vom Turnfest in Rikon sind online.

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Das Beste für das 100. Turnfest aufgespart

Was der TVBS am Zürcher Kantonalen geboten hat, war die vielleicht beste Leistung an einem Turnfest in der 71-jährigen Vereinsgeschichte. Mehr als 100 Turnerinnen und Turner, Ehrenmitglieder und Fans sorgten für eine einzigartige Atmosphäre. 

Mit speziellen T-Shirts mit den Stationen aller 100 besuchten Turnfesten der Vereinsgeschichte auf und dem Turnfestsieg von Reichenbach im Rücken reiste die riesige Delegation des TVBS mit breiter Brust an das Zürcher Kantonalturnfest. Bevor man zum gemütlichen Teil mit Apéro und Abendessen überging, stand das Sportliche im Fokus. Und dies spürte man. Alle vier Riegen von schätzbaren Disziplinen waren sichtlich motiviert, die beste Saisonleistung abzurufen. Und die Leichtathleten und Nationalturner wussten um die Chance, in jeder der sieben Disziplinen Höchstnoten abzuholen. Allgemein hiess dies: Die 29-Punkte-Marke zu knacken, lag im Bereich des Möglichen.

Zweimal Jubel, zweimal Enttäuschung

Der erste Wettkampfteil verlief dann aber nur zur Hälfte wie gewünscht. Im Pendellauf schafften es 18 Sprinterinnen und Sprinter, die angestrebte «Zehn» zu erlaufen. Und am Schulstufenbarren feierte die Riege von Michèle Kistler mit einer fehlerfreien Darbietung und 9,40 Punkten für einen unglaublichen Saisonabschluss. Doch es lief eben nicht allen wie geplant: Die Barrenturner mussten für eine zwar erneut fehleranfällige, aber im Grossen und Ganzen solide Vorführung 8,32 Punkte hinnehmen. Und im Schleuderball war die Note 9,15 eine Enttäuschung, da man am Rangturnen, dem Schlüüder Cup, den Vereinsmeisterschaften und dem Turnfest in Reichenbach jeweils äusserst stark abgeschnitten hatte.

Der zweite Teil brachte die Chance zurück

Obwohl die Chance auf 29 Punkte schwand, liess man im zweiten Wettkampfteil nichts unversucht, um die liegengelassenen Punkte aufzuholen. Und dies gelang beinahe perfekt. Sabrina Wälti und ihre elf Kolleginnen bestätigten auf der Gymnastik Bühne die vorzüglichen Leistungen dieser Saison und holten 9,65 Punkte. Und an den Schaukelringen gelang die definitiv beste Leistung der Saison. Giulia Zanchin, Carola Baumgartner und ihre Riege wurden mit 9,12 Punkten belohnt. Im Kugelstossen, in dem auch die angeschlagenen Zehnkämpfer Michael Bucher und Jan Deuber zum ersten Mal in dieser Saison in einem Sektionswettkampf mittun konnten, liess man nichts anbrennen. 14 Männer holten sich hier die 10,00, wobei Simon Märki mit einem Stoss von deutlich über 18 Metern vollends zu überzeugen vermochte.

Mit drei Höchstnoten die 29,07 ins Ziel gebracht

Der Zeitplan war dicht gedrängt. Erst kurz vor dem Start in den letzten Wettkampfteil wussten die 17 Athletinnen und Athleten, die noch zum Einsatz kamen, dass die Noten an den Ringen und auf der Gymnastik Bühne die Chance auf 29 Punkte am Leben erhielten. Die Marschrichtung war klar: drei Höchstnoten. Im Hochsprung – Carla Inderbitzin übersprang erneut 1,55 Meter – schaffte man dies aufgrund des zur Verfügung stehenden Streichresultats. Dieses war im Speerwurf und Steinstossen nicht nötig. Die Werfer, Stösser, Springer und Fans trafen sich auf dem Weg zurück zur Taschenburg, tauschten die guten Nachrichten aus, freuten sich und stiessen ein erstes Mal auf das Erreichte an.

Eine sensationelle Punktezahl, eine sensationelle Stimmung

Zurück beim Treffpunkt, war die Stimmung grossartig. 29,07 Punkte mit 114 Einsätzen, verteilt auf vier Sparten des Turnsports, darunter vier schätzbare Disziplinen. Nur viermal war der TVBS an Turnfesten besser: 29,61 Punkte gab es 2014 in Appenzell, 29,09 2015 in Mels, 29,08 2016 in Thusis und 29,43 2017 in Reichenbach. Doch stets mit weniger Einsätzen und nur einer schätzbaren Disziplin. Der «Vereinsrekord» mit drei Geräteriegen und einer Gymnastikriege las bisher bei 28,44 Punkte. Dieser wurde in Rikon also richtiggehend pulverisiert.

Die über 100-köpfige Schar – bestehend Turnerinnen und Turnern, Ehrenmitgliedern und Fans – waren sehr stolz auf das Erreichte. Nach einem kurzen Rückblick auf die Vereinsgeschichte, einem grossen Dank an alle Schlachtenbummler für die Unterstützung und dem Posieren für Fotos feierte man die Note 29,07, das 100. Turnfest und den Verein mit einem Apéro bei der Taschenburg sowie dem gemeinsamen Abendessen im Festzelt. Der festliche Rahmen ging am Sonntag mit dem Festumzug weiter.

Erneut starke Ausserschwyzer Sektionen

Dass man trotz dieser phänomenalen Leistung diesmal keine Chance hatte, dem STV Wangen Paroli zu bieten, tat der Stimmung keinen Abbruch. 29,70 Punkte an einem 36-er-Fest: Das ist schlicht phantastisch. Erst recht, wenn man bedenkt, dass die Barrenturner des TVW mit 9,45 Punkten noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht haben.

Allgemein war die diesjährige Saison aus Ausserschwyzer Sicht grosses Kino. Reichenburg, Tuggen, Schindellegi und Siebnen feierten Podestplätze oder Stärkeklassensiege, Wollerau-Bäch knackte endlich wieder die 28-Punkte-Marke (in der 1. Stärkeklasse!). In einem Jahr wird ihnen und allen anderen Schwyzer Turnvereinen die Möglichkeit geboten, sich untereinander zu messen und sich nochmals zu steigern – wir freuen uns riesig auf das Schwyzer Kantonalturnfest in Buttikon und Reichenburg.

Rangliste ist online, Bilder folgen.

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Ein Wochenende für die Geschichtsbücher

Turnfestsieg im Berner Oberland! Erstmals seit dem Berner Seeländer Turnfest 2008 konnte der TVBS am Wochenende den STV Wangen – der in Reichenbach mit 122 (!) Einsätzen startete – bezwingen. Der TVBS blick auf ein eigenartiges, aber durchwegs positives Turnfest zurück. Einziger, für den TVBS allerdings verkraftbarer Wermutstropfen: Die offizielle Note von 29,43 stimmt nicht. Es hätten 29,66 sein sollen.

Die knapp 80-köpfige Turnerschar.

Das Turnfest im Berner Oberland lieferte aus Sicht des TV Buttikon-Schübelbach spezielle, eigenartige und verrückte Geschichten ab. Allein schon der Start in den Tag verlief komisch. Noch bevor man den Car bestieg, ging die unschöne Nachricht um, dass sich der Leader und so sichere Wurf-Spezialist Remo Bodmer krank abmelden musste, was nochmals einige Umstellungen forderte. Er gesellte sich zu vielen weiteren Absenzen. In der Leichtathletik, aber auch am Barren, am Schulstufenbarren, in der Gymnastik und den Schaukelringen fehlten insgesamt knapp 15 Turnerinnen und Turner.

Danach folgte die fast dreistündige Fahrt ins Berner Oberland. Da der TVBS seine Wettkämpfe von 15.30 Uhr bis 19.30 Uhr absolvierte, erklärte der Organisator des Turnfests bereit, extra für uns am Mittag die Fassstrasse zu öffnen. Nach dem Mittagessen blieb immer noch genügend Zeit, um die Anlagen zu besichtigen oder einen Jass zu klopfen, bevor es dann losging. Auch dies war ungewohnt für ein Turnfest.

Initialzündung im ersten Wettkampfteil

Jubel nach der Note 9,72 auf der Gymnastik Bühne.

Und als es dann losging, verlief der ganze Wettkampf so schnell und ereignisreich, dass man beinahe Gefahr lief, den Überblick zu verlieren. Es wurden gleichzeitig zwei dreiteilige Vereinswettkämpfe absolviert. Zum Start in den Hauptwettkampf sicherten sich sicherten 11 Sprinterinnen und 9 Sprinter im Pendellauf 9,71 Punkte, während die zwölf Schleuderball-Werfer auf die ungünstigen Windbedingungen pfiffen und nur knapp an der Maximalnote vorbeischrammten (9,82). Zufrieden kehrten die Leichtathleten zur Taschenburg zurück, wo Gymnastik-Chefin Sabrina Wälti mit einer Bombennachricht aufwartete: 9,72 gab es auf der Bühne! Eigenartig war: Auf dem Notenblatt waren zwölf und nicht wie gemeldet elf Turnerinnen vermerkt. Auf die Punktzahl 9,74 im ersten Wettkampfteil hatte dies zwar keinen Einfluss. OT Walter Bodmer hätte aber die Möglichkeit gehabt, aufgrund dieses eines Einsatzes mehr im zweiten oder dritten Wettkampfteil einen Einsatz zu streichen. Da dies aber gemogelt gewesen wäre, entschied sich Bodmer sofort dafür, nichts zu unternehmen.

10,00 – die Damen nach dem Hochsprung-Wettkampf.

Der erste Wettkampfteil war die grosse, so wichtige Initialzündung. Nun glaubte wirklich Jede und Jeder daran, dass an diesem Tag etwas zu holen ist. Der Optimismus und die Vorfreude auf die nächsten Einsätze waren förmlich zu spüren. Im zweiten Wettkampfteil war dies im Kugelstossen und im Weitsprung nicht zu übersehen. Man pushte sich gegenseitig, drückte aufs Gaspedal und holte jeweils 9,91 Punkte. Den letzten Wettkampfteil ging man derart motiviert an, dass im Steinstossen und Speerwurf jeweils ohne grosses Zittern die Höchstnoten geholt wurden. Der Jubel war gross, als auch die fünf Hochsprung-Damen von der etwas weiter entfernteren Anlage zurückkamen und von der Maximalnote berichten konnten.

 

Leise Enttäuschungen im Geräteturnen

Derweil zeigte die Schaukelring-Riege im zweiten dreiteiligen Vereinswettkampf die wohl beste Aufführung in dieser Saison. Gerade, weil man sich im Vergleich zu den VMS in Wollerau enorm steigerte, erhoffte man sich mehr als die Note 8,54. Am Schulstufenbarren gab es 9,21 Punkte, was die 14 Turnerinnen nur bedingt glücklich machte. Jedoch sagt es einiges aus, wenn 9,21 Punkte eine leise Enttäuschung sind. Die Stufenbarrenriege ist parat und wird sein Können am Zürcher Kantonalturnfest nochmals unter Beweis stellen. Am Barren, wo Chef Remo Bodmer wie beschrieben fehlte, gab es eine positive Meldung noch vor der Vorführung. Martin Schalch, der aufgrund der Arbeit fehlte, setzte sich zur Überraschung aller nach getaner Arbeit in Schübelbach in den Zug und fuhr in Richtung Reichenbach. Er musste noch mit dem Auto abgeholt werden, da er sonst für die Barrenvorführung zu spät gekommen wäre. Diese Einsatzbereitschaft nahm sich die Barrenriege zu Herzen. Sie gingen um 19.30 Uhr höchstmotiviert ans Werk. Vielleicht übermotiviert, was die wenigen kleinen Fehler erklären könnten. 8,46 Punkte gab es für den Auftritt. Im zweiten dreiteiligen Wettkampf beteiligten sich auch noch zusammengewürfelte Truppen in der Pendelstafette (7,94), Steinstossen (7,17) und im Wurf (7,02).

Wirrwarr um die Gesamtnote

Die TVBS-Delegation an der Siegerehrung.

Nach etwas mehr als vier Stunden war der ganze Wettkampf vorbei. 132 Einsätze wurden in dieser Zeit in 14 verschiedenen Disziplinen absolviert. Und kurz bevor Walter Bodmer die Note 29,66 verkünden wollte, erhielt der OT ein SMS des Kampfgerichts mit der offiziellen Note 29,43. Im Kampfgericht erklärte man, dass im Speerwurf und im Weitsprung nicht die Wertungstabellen für temporär gebaute Anlagen zum Einsatz kamen. Die Verantwortlichen im Rechnungsbüro waren nicht nur vom TVBS, sondern auch von anderen Vereinen darauf hingewiesen worden und waren sich am Abend des Fehlers bewusst. Gegenüber unserem Oberturner-Gespann Walter Bodmer und Stefan Bucher bestätigten die Verwantwortlichen am Sonntag die Note 29,66. Hätte dieser Umstand einen Einfluss auf den Kampf um den Turnfestsieg gehabt, wären die Ranglisten offiziell angepasst worden. So aber verzichtete man darauf. Auch wenn dies aus unserer Sicht unverständlich ist, sei gesagt, dass der TVBS den Organisatoren des Berner Oberländer Turnfests keine Vorwürfe machen will. Sie haben den Flugplatz in Reichenbach ein wirklich tolles Festgelände mit fairen Wettkampfanlagen verwandelt und stellten ein absolut geniales Turnfest auf die Beine.

Ausserschwyzer einmal mehr grandios

Dominant: Die Ausserschwyzer Turnvereine. Hut ab!

Freude machte der Blick auf die Rangliste. Der STV Wangen und der ETV Schindellegi sorgten für einen dreifachen Ausserschwyzer Sieg. Wangen startete mit 122 Einsätzen und stellte somit seine Stärke unter Beweis. Der TVBS wünscht dem TVW auf dem Weg zum dritten Sieg am Zürcher Kantonalturnfest in Folge viel Glück. Wir sind überzeugt: In Rikon wird der TVW von niemandem zu schlagen sein. Und der ETV Schindellegi beeindruckte mit seinen starken Leistungen in verschiedensten Disziplinen ebenso. Weiter komplettierte der STV Wollerau-Bäch mit dem fünften Rang das tolle Resultat aus Märchler und Höfner Sicht. Und mit dem Fast-Sieg von Reichenburg in der zweiten Stärkeklasse war auch der Co-Gastgeber des nächstjährigen Schwyzer Kantonalturnfests vorne mit dabei.

Nun geht es nach Rikon

Nun folgt für den TVBS das 100. Turnfest der Vereinsgeschichte. Viele Ehrenmitglieder werden nach Rikon reisen. Der Vorstand hat sich für diesen Anlass ein, zwei spezielle Sachen ausgedacht. Aus sportlicher Sicht sei gesagt, dass wir mit 110 bis 120 Einsätzen in der ersten Stärkeklasse antreten werden. Wir vereinen dabei die Leichtathletik (Pendellauf, Schleuderball, Kugelstossen, Weit- und Hochsprung sowie Speerwurf), Nationalturnen (Steinstossen), Geräteturnen (Schaukelring, Barren, Schulstufenbarren) und Gymnastik (Bühne) in einem dreiteiligen Vereinswettkampf, also fast die ganze Palette des Turnsports. 29,43 Punkte werden so nicht mehr zu erreichen sein. So gänzlich ohne Ambitionen reisen wir aber nicht nach Rikon…

Rangliste
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